Barbecue und Burger
Die wichtigste Zutat beim Kochen ist Leidenschaft

Philadelphia Cheese Steak Sandwich

Mir war mal wieder nach einem Burger, bzw. etwas was man komplett in den Händen halten und ohne Besteck essen kann. Ob das geklappt hat liest Du weiter unten.

Beim Stöbern im Netz fand ich bei BBQPit ein Rezept von einem Philly Cheese Steak Sandwich, und da Sandwiches im Grunde zu den Burgern gehören, dachte ich mir ran an den Speck - ähh an das Steak - und Grill an. Wieder einmal musste der kleine "ganz grosse" Cobb Grill Gas dafür herhalten.

Was mir an dem Philly Cheese Steak Sandwich so gefällt, ist, daß er nicht diesen typischen tomaten-basierten Barbecuegeschmack hat, sondern alles basiert auf Fleisch- und Käsegeschmack. Eine Sauce braucht das "Philly" nicht. Wohlgemerkt mein "Philly" ist nicht so ein Billig-Fastfood-Restaurant-Sandwich, welches einem schneller aus den Händen wabbelt, als man hinein beissen kann, und es spätestens dann schon wieder bereut hat. Ich habe ihn mit grüner Paprika und Champignons etwas aufgepeppt.


Zutaten:

  • 1 Rib Eye Steak (400g)
  • 1 Ciabatta Brot (am Abend davor in eine Plastiktüte gepackt, damit es weich wie ein Sandwichbrötchen wird)
  • 1 grüne Paprika
  • 100 g Provolone
  • 3 rote Ziebeln
  • 1 Packung braune Champignons
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2-3 Zehen
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • etwas Kräuterbutter für das Brot

Zubereitung:

1. Die Knoblauchzehen fein würfeln.

2. Die Zwiebeln schälen, in der Mitte halbieren und in feine Ringe schneiden.

3. Die Paprika in feine Streifen schneiden

4. Die Champignons ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Bekommt bei der Menge keinen Schreck, gerade Champignons fallen sehr zusammen.

5. Das Steak auch in feine Streifen schneiden. Wer nicht so ein brutal scharfes Messer hat, kann das Steak kurz in der Tiefkühltruhe anfrieren und dann schneiden. Anfrieren, nicht einfrieren !!!

6. Den Provolone in feine Scheiben schneiden.

7. Etwas Olivenöl in die Pfanne, dann die Zwiebeln und den Knoblauch andünsten.

8. Die Paprika dazugeben und köcheln lassen.

9. Die Champignons dazugeben und köcheln lassen.

10. So soll es dann aussehen. Raus damit und warmhalten.

11. Das Steak in die Pfanne geben. Salzen und Pfeffern. Öl brauchen wir nicht. Es sollte sich noch genug Fett/Flüssigkeit in der Pfanne befinden. Temperatur hoch stellen !!! Das Steak regelmässig umrühren und die kleinen Stücke durchbraten. Ein Rib Eye Steak/Entrecote hat genug Fett und bleibt saftig genug. Wenn zuviel Wasser aus dem Fleisch tritt, abgiessen, sonst bekommt man das Fleisch nicht angeröstet.

Inzwischen kann man das Brot in den Ofen geben und leicht aufbacken.

Tipp: Da ein Ciabatta-Brot mir persönlich für ein Sandwich noch zu hoch ist, habe ich in der Mitte auf der ganzen Länge etwas herausgeschnitten. Das war ungefähr so dick wie eine Toastbrotscheibe und jetzt bekommt man bei dem fertigen "Philly" keinen Kieferkrampf beim Genuss.

15. Wenn das Fleisch durchgebraten ist und etwas Bräune abbekommen hat, gibt man den Provolone in die Pfanne und vermischt alles miteinander. Temperatur kann wieder runter, damit der Käse nicht anbrennt.

16. Der Käse schmilzt relativ schnell, noch mal durchmengen mit dem Fleisch. Pfanne von der Flamme nehmen ...

17. ...Brot aus dem Ofen nehmen ...

18. ... und mit der Schnittseite auf die Grillplatte legen, zum Anrösten. Achtung, das geht sehr flott und nach braun kommt bekanntlich schwarz !!! Mit der unteren Hälfte beginnen, weil die brauchen wir zum Belegen !!!

19. Jetzt kann die untere Hälfte mit dem Fleisch belegt werden.

20. Das ganze Fleisch ist positioniert.

21. Jetzt als Topping das Gemüse.

22. Deckel drauf und fertig.

23. So sieht das fertige Philadelphia Cheese Sandwich aus und kann serviert werden !!!

24. Guten Appetit !!!

Fazit:

Das war eine Bilderstrecke, oder? Jedenfalls war das "Philly" super saftig und alle Aromen kamen wunderbar durch und waren einzeln heraus zu schmecken. Dann gibt es doch nichts zu meckern! Oder doch? Ich würde das nächste mal etwas weniger Kräuterbutter nehmen, oder ganz darauf verzichten. Nach dem das Brot aus dem Ofen kam war es aussen zwar etwas knusprig, aber die Butter hat es aufgeweicht. Damit war das Sandwich nur schwer aus der Hand essbar, ohne danach ein Vollbad nehmen zu müssen. Geschmacklich war es sehr dezent (fand meine Frau Spitze!), ich hätte mir so einen kleinen Extra-Kick gewünscht. Daher vergebe ich für den Geschmack eine sehr subjektive 8 von 10. Ich glaube bei dem Rezept ist noch sehr viel Luft nach oben.

Ich glaube die Schwierigkeit beim "Philly" sind die mindestens zwei Pfannen und ein Grillrost - für das Brot - welche benötigt werden. Und das Timing ist auch etwas "tricky", man muss das Gemüse warmhalten, dann das Fleisch zubereiten und warmhalten und dann erst kommt das Brötchen auf den Grill. Das hat mein Cobb Grill souverän gemeistert und die Pfanne mit Deckel drauf, hält mit der Resthitze der Pfanne gut warm.

Trotzdem vergebe ich für das Handycap eine 5 von 10, weil man sich hier schnell verhaspeln kann und dann ein nicht so optimales Ergebnis bekommt. Um das alles hinzubekommen, sollte man seine Grillhardware schon kennen.