Barbecue und Burger
Die wichtigste Zutat beim Kochen ist Leidenschaft

Grünkohl mit Kassler und Pinkel nach Oma's Art

... und wieder gehts rustikal zu.
Nicht nur daß das Gericht eher etwas für Liebhaber der deftigen Küche ist, die Zubereitung findet wieder mal im Dutch Oven statt und die Hitze spendiert der Raketenofen von Petromax. Neugierig?

Kannst Du auch sein, denn wir arbeiten komplett im Freien. Es war arschkalt und dunkel als ich mit der Zubereitung angefangen habe, aber der Raketenofen von Petromax ist ein spitzenmäßiger Holzresteverwerter und ich hatte von Handwerksarbeiten noch etwas rumliegen, warum nicht als Energiespender zum Kochen verwenden. Passt jauch zu diesem rundherum rustikalen Gericht. Warum nach Oma's Art? Ich habe ja mal erwähnt, daß ich Rezepte ausprobieren, verbessern, aber auch vereinfachen will. Dieses Rezept verzichtet auf viel Gedöns und Firlefanz. Es beinhaltet nur das Nötigste; weglassen kann man nichts. Wer es mit weiteren Zutaten aufwerten will, kann das gerne tun. Ich finde es so wie es ist Spitze und freue mich jedes mal auf den Aha-Effekt in den Gesichtern der Gäste. Also Jacke und Handschuhe an und begleitet mich nach draussen in die Wildnis meiner Terrasse und lest das kernige Rezept.

Zutaten:

  • ein gutes Kilo Kasslernacken in vier Scheiben aufgeschnitten
  • 8 Mettenden, Grützwurst, Bregenwurst oder Pinkel
  • 1,5 kg festkochende Kartoffeln vorzugsweise die Sorte Linda
  • 2 Gläser Grünkohl
  • Muskatnuss zum Abschmecken
  • Salz (hier bitte vorsichtig sein, da die Mettenden und das Kassler auch gesalzen sind)
  • Pfeffer
  • Schweineschmalz zum Anbraten
  • Wasser

Zubereitung:

1. Den Raketenofen ordentlich anheizen und auf Temperatur bringen. Das erkennt man daran, das er nicht mehr raucht. Ich hatte noch nie eine sparsamere Energiequelle wie den Raketenofen Petromax. Wirklich erstaunlich !!!

2. Den Kasslernacken in vier gleich dicke Scheiben aufschneiden

3. Einen halben Liter Wasser und zwei bis drei Esslöffel Schweineschmalz in den Dutch Oven geben und erhitzen lassen. Das oben im Bild ist kein Nebel vom Schweineschmalz, sondern die Kälte.;-) Der Dutch Oven ist der von Petromax FT6 ohne Füsse, und wie man sieht, mit dem Raketenofen eine sehr gute Kombination. Da steht alles absolut wackelfrei.

4. Nun das Kassler hineingeben und von allen Seiten gut anbraten.

5. Grünkohl in den Topf auf das Kassler geben, Deckel drauf und eine gute halbe Stunde kochen lassen.

6. Anschliessend die geschälten und gewürfelten Kartoffeln in den Topf geben, Deckel drauf und eine weitere halbe Stunde kochen lassen.

7. Jetzt die Mettenden mit der Gabel mehrmals einstechen und in den Topf geben. Darauf achten, daß sie wenn möglich von dem Grünkohl bedeckt sind bedeckt sind. Deckel drauf und eine Viertelstunde weiterkochen lassen.


8. Jetzt das Kassler und die Mettenden vorsichtig entnehmen und z.B. auf dem Deckel zwischenlagern. Den Grünkohl ordentlich umrühren und mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss abschmecken. Etwas Schweineschmalz (2 Esslöffel) dazugeben und noch mal kurz durchkochen. Sollte der Grünkohl zu flüssig sein, ohne Deckel etwas einkochen, ansonsten mit Deckel.

9. Jetzt das Kassler und die Mettenden wieder dazugeben und ca. eine Viertelstunde weiterkochen, damit vor dem servieren alles schön heiss ist.

Tipp: Bei den Zeitangaben muss man es nicht so genau nehmen, Kohl verzeiht alles und je länger es köchelt, je besser schmeckt es. Und aufgewärmt schmeckt es doppelt so gut, deswegen gleich eine grosse Portion machen.

10. Ab auf den Teller und ein Bier dazu, und schon hat man ein schönes rustikales Gericht. Senf passt hervorragend dazu.

Fazit:

Nach so einem Teller ist man satt und glücklich und könnte sich gleich schlafen legen. Hier handelt es sich um ein sehr deftiges Gericht, daß sicher nicht jedermanns Sache ist, daher kann ich, weil ich ein Freund von deftigen Eintöpfen, Schmorgerichten oder jeglichen Kohlgerichten bin nur eine 10 von 10 geben.

Es ist immer wieder erstaunlich, mit wie wenig Zutaten und minimalstem Aufwand man ein so leckeres Gericht zaubern kann. Nicht das ich etwas gegen die leichte mediterane Küche hätte, aber an einem strengen Wintertag, nach getaner Arbeit im Garten ist dieses Essen ein Traum, noch dazu weil es sich wie von alleine macht, und ob es nun eine Stunde oder drei Stunden vor sich her köchelt macht den Kohl auch nicht fett !!!

Daher gebe ich für den technischen Anspruch ein Handycap von 1 von 10. Und das ist sicher nicht abfällig gemeint.