Barbecue und Burger
Die wichtigste Zutat beim Kochen ist Leidenschaft

Vietnamesischer Kaffee


Kaffeetrinken ist das nationale Freizeitvergnügen der Vietnamesen. Das kommt nicht von ungefähr, denn in Vietnam wird Kaffee von ausgezeichneter Qualität angebaut, besonders in der Region um Buon Ma Thuot im Zentralen Hochland.

Die fruchtbaren Böden und das ideale Klima sorgen für exzellente Arabica- und Robustabohnen, ebenso wie die seltene Sorte Catimor, deren Bohnen für einen starken "Kick" sorgen, sowie die von Natur aus koffeinfreien Bohnen der Sorte Chari.

Abenteuerlustige Gourmets kommen mit dem hoch geschätzten "Wiesel-" oder Civetkaffee, dessen Bohnen von einem kleinen wieselähnlichen Tier gefressen und ausgeschieden werden, ganz auf ihre Kosten. Heutzutage wird der hoch gepriesene kräftige und einzigartige Geschmack des Civetkaffees durch die Verwendung von speziellen natürlichen Enzymen erzielt, die dem Kaffee sein rundes Aroma verleihen. Tiere sind daher nicht mehr notwendig!

Das starke Aroma des vietnamesischen Kaffees wird durch die Zugabe von gezuckerter Kondensmilch und der individuellen Zubereitung erreicht, die in ganz Vietnam ein beliebtes Ritual ist.

Dazu wird geriebener Kaffee in einen speziellen Metallfilter gegeben, der auf einer Schale mit reichlich gezuckerter Kondensmilch aufsitzt. Der Filter wird mit kochendem Wasser übergossen, von wo der Kaffee langsam in die Schale tropft. Der Kaffee wird dann vorsichtig mit der Kondensmilch verrührt und man erhält so den unglaublich aromatischen, molligen und wunderbar süßen cafe sua da.

Die meisten Vietanmesen bevorzugen ihren cafe sua da in einem großen Glas mit Eiswürfeln und es gibt kaum eine bessere Art, Eiskaffee zu genießen. Vietnamesischer Kaffee ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn er ist wesentlich stärker als der Kaffee, den man in westlichen Ländern gewöhnt ist.

Zutaten:

  • vietnamesischer Kaffee
  • gezuckerte Kondensmilch (z.B. Milchmädchen)
  • heisses Wasser
  • optional Eiswürfel







1. Ordentlich gezuckerte Kondensmilch ins Glas, keine Angst, der Kaffee ist sehr stark.

2. Zwei gehäufte Teelöffel Vietnamkaffee in den Filter.

3. Mit dem oberen Filtersegment leicht andrücken.

4. Etwas kochendes Wasser hineingeben, damit der Kaffee erst einmal quellen kann.

5. Danach bis zur Oberkante des kleinen Griffa kochendes Wasser auffüllen.

6. Mit dem Deckel abdecken und warten bis alles durchgeflossen / durchgetropft ist. Das kann etwas dauern

7. So, der Kaffee ist komplett durchgeflossen.

8. Durchrühren und fertig ! Jetzt kann man sich entscheiden, ob mann den Kaffee warm oder kalt trinken möchte. Beides ein Genuss.

Fazit:

Wer zum ersten mal an einer geöffneten Kaffeepackung vietnamesischen Kaffees gerochen hat, kann nicht anders als verwundert zu fragen: "Das soll Kaffee sein?"  Ja, und eine wahre Koffein-Bombe dazu. Das Kaffeepulver duftet eher nach samtigem Kakao, als nach Kaffee. Der aufgebrühte Kaffee, in Verbindung mit der verrührten gezuckerten Kondensmilch, duftet nach Praliné. Kein Zweifel, da kommt ein verschwenderischer und dekadenter Genuss auf einen zu. Kein Wunder, daß die Vietnamesen hobbymässige Kaffetrinker sind. Ich habe den Kaffee warm getrunken, man kann aber - und das machen die meisten Vietnamesen - den fertigen Kaffee noch über Eiswürfel giessen und kalt geniessen. Geschmacklich ist es einer der besten Kaffees, die ich je getrunken habe und daher vergebe ich für den Geschmack eine 11 von 10.

Ist er schwer zu machen? Nein, und wenn man das Equipment hat - und das gibt es bei allen Onlinehändlern incl. Kaffee - ist es kinderleicht. Daher vergebe ich ein Handycap von 2 von 10.